Banyuls

Frankreichs Antwort auf Portwein

Banyuls ist zweifelsfrei der renommierteste rote Süßwein Frankreichs. Seine Herstellung unterscheidet sich deutlich von der anderer Rotweine aber auch von der der meisten Süßweine. Anders als bei einem trockenen Wein, vergären die Hefen nicht den gesamten Zucker, sondern werden von den Winzern mitten in der Gärung gestoppt. In Banyuls geschieht das traditionell mit destilliertem Alkohol noch während der Maischegärung. So steigt der Alkoholgehalt rapide auf 16 bis 18 Volumenprozent an, die Hefen werden abgetötet und der natürliche Zucker aus den Trauben bleibt in großen Mengen im Wein zurück. Weil sich die betörende Süße nicht aus hinzugefügtem, sondern traubeneigenen Zucker generiert, nennt man Weine wie Banyuls in Frankreich auch Vin doux naturel. Weiße Banyuls gibt es ebenfalls, vor allem aus Muskat-Trauben, die mit ihrer verspielten tropikalen Art auch zum Aperitif genossen werden können.

Roter Banyuls muss zu mindestens 50 Prozent aus der südfranzösischen Rebsorte Grenache bestehen, die mit ihren herrlich satten Beerenaromen perfekt für die Süßweinherstellung geeignet ist. Durch den hohen Alkohol- und Zuckergehalt sind Rotweine aus Banyuls enorm lagerfähig, weswegen sie häufig erst nach vielen Jahren verkauft werden. Die meisten lagern vor Marktreife mehrere Jahre in riesigen Glasballons und Holzfässern. Mit der Zeit wandeln sich die Primäraromen in Tertiäraromen um, die Weine entwickeln Noten von Himbeerkonfitüre, Rosinen, Dörrpflaumen, Kakao und Kaffee. Das Tolle daran: Banyuls werden mit der Zeit immer besser, selbst Weine aus den 70ern sind heute noch ein voller Genuss, perfekt zu Schokolade oder Roquefort.

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Frankreichs Antwort auf Portwein

Banyuls ist zweifelsfrei der renommierteste rote Süßwein Frankreichs. Seine Herstellung unterscheidet sich deutlich von der anderer Rotweine aber auch von der der meisten Süßweine. Anders als bei einem trockenen Wein, vergären die Hefen nicht den gesamten Zucker, sondern werden von den Winzern mitten in der Gärung gestoppt. In Banyuls geschieht das traditionell mit destilliertem Alkohol noch während der Maischegärung. So steigt der Alkoholgehalt rapide auf 16 bis 18 Volumenprozent an, die Hefen werden abgetötet und der natürliche Zucker aus den Trauben bleibt in großen Mengen im Wein zurück. Weil sich die betörende Süße nicht aus hinzugefügtem, sondern traubeneigenen Zucker generiert, nennt man Weine wie Banyuls in Frankreich auch Vin doux naturel. Weiße Banyuls gibt es ebenfalls, vor allem aus Muskat-Trauben, die mit ihrer verspielten tropikalen Art auch zum Aperitif genossen werden können.

Roter Banyuls muss zu mindestens 50 Prozent aus der südfranzösischen Rebsorte Grenache bestehen, die mit ihren herrlich satten Beerenaromen perfekt für die Süßweinherstellung geeignet ist. Durch den hohen Alkohol- und Zuckergehalt sind Rotweine aus Banyuls enorm lagerfähig, weswegen sie häufig erst nach vielen Jahren verkauft werden. Die meisten lagern vor Marktreife mehrere Jahre in riesigen Glasballons und Holzfässern. Mit der Zeit wandeln sich die Primäraromen in Tertiäraromen um, die Weine entwickeln Noten von Himbeerkonfitüre, Rosinen, Dörrpflaumen, Kakao und Kaffee. Das Tolle daran: Banyuls werden mit der Zeit immer besser, selbst Weine aus den 70ern sind heute noch ein voller Genuss, perfekt zu Schokolade oder Roquefort.

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